50 Jahre Deutsch-Israelische Beziehungen

Festakt im Historischen Rathaussaal

Am 17. Mai 2015 veranstalteten die Stadt Nürnberg, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg ein Festakt anlässlich des 50 jährigen Jubiläums Deutsch-Israelischer diplomatischer Beziehungen. Viele Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Vertreter der religiösen Institutionen und der Stadtgesellschaft und natürlich Mitglieder und Freunde der DIG und IKGN waren zusammengekommen, um gemeinsam das Jubiläum zu begehen. Das Rathaus wurde mit der Israelischen Fahne beflaggt und ein Quartett aus Musikern der Staatsphilharmonie Nürnberg begleitete den Festakt musikalisch.

Quartett der Staatsphilharmonie Nürnberg bei dem Festakt am 17.Mai 2015 im Historischen Rathaus Nürnberg
Quartett der Staatsphilharmonie Nürnberg bei dem Festakt am 17.Mai 2015 im Historischen Rathaus Nürnberg

In Ihrer Eröffnungsrede brachten Herr Freud und Herr Hamburger zum Ausdruck, dass es kein gewöhnliches Jubiläum ist, keine gewöhnliche diplomatische Beziehung. Dass es ca. 20 Jahre nach der Shoah eine Aufnahme diplomatischer Beziehungen geben konnte, ist im Grunde ein Wunder. Nach 50 Jahren blicken wir jedoch auf eine erfolgreiche Kooperation zurück. In vielen Bereichen arbeiten Deutschland und Israel eng zusammen und können noch so viel mehr schaffen. Herr Oberbürgermeister, Dr. Maly, griff diesen Gedanken in seiner Rede auf und stellte fest, dass die deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen zu etwas ganz Normalem werden müssten, damit wir in Zukunft nicht mehr über ein Wunder sprechen müssen. Denn beide Länder verbindet auch das Bekenntnis zu demokratischen Werten, betonte Herr Staatsminister Dr. Söder. Doch bevor Herr Dr. Söder mit seiner Rede den offiziellen Teil des Festakts beendete und die Gäste sich zu einem Imbiss in der Ehrenhalle des Rathauses versammelten, sprach Generalkonsul Dr. Shaham sein Grußwort. Der israelische Generalkonsul in Süddeutschland würdigte die beiden Politiker, Ben-Gurion und Adenauer, in seiner Rede: "Adenauer und Ben-Gurion haben einen wichtigen Schritt gewagt. Heute sehen wir, dass sich die Früchte des gemeinsamen Weges ausgezahlt haben".

Festakt
1 .Vorsitzender der DIG, Herr Freud, Pressesprecher der IKGN, Herr Hamburger, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Herr Dr. Schuster, Präsidentin der IKG München, Frau Knobloch und 1. Vorsitzender der IKGN, Herr Ceslanski

Der Festakt in Nürnberg ist nach Berlin die zweitgrößte Veranstaltung zum Jubiläum der diplomatischen Beziehungen in Deutschland. Und dies hat für Herrn Hamburger eine besondere symbolische Wirkung: "Nürnberg hat sich gewandelt von der Stadt der Rassengesetze und der Reichsparteitage zur Stadt der Menschenrechte. Das ist für mich als Nürnberger eine besondere Freude". Erwähnt wurden auch die Austauschprogramme zwischen deutschen und israelischen Schülern. Herr Hamburger und Herr Freud zeigten ein Video, das von Schülern des Melanchthon Gymnasiums aufgenommen wurde und die Eindrücke und Erlebnisse der Schüler in Israel zeigte.

Bei einem kleinen Imbiss in der Ehrenhalle kamen die Gäste anschließend ins Gespräch, unter Ihnen auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Herr Dr. Schuster, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Frau Knobloch und ein ganz besonderer Ehrengast: Frau Gertrud Steinl, die von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ anerkannt wurde.

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